Modulo3_KHEIRON_DE

Verwendung von metasprachlichen Zeichen (z.B. * oder _ oder : ), die an der Deklinationsstelle von Substantiven, Adjektiven und Pronomen platziert werden: z.B. Freund*innen, der_die Helfer_in, Mitarbeiter:innen, ein*e hervorragende*r Tischler*in Verwendung von Epikoina (Substantive, die sich auf Lebewesen jeglichen Geschlechts beziehen) oder kollektiven Substantiven: z. B. Person, Mensch, Familie, Gruppe... Verwendung von indefiniten (unbestimmten) Adjektiven und Pronomen, z.B. “alle” statt “jeder” oder “niemand” statt “keiner” häufig genutzt, aber veraltet: Beidnennung, z.B. Schülerinnen und Schüler; Schrägstrich, z.B. er/sie; oder Binnen-I, z.B. StudentInnen Änderung der Wortstellung oder Abwechslung der Geschlechter, um Hierarchien zu vermeiden. Aufgrund gesellschaftlicher Konventionen und Höflichkeit setzen wir beim Schreiben das, was wir für wichtig halten, an den Anfang und priorisieren es dadurch. Zum Beispiel sagen wir „du und ich“ statt „ich und du“. Dasselbe passiert mit grammatikalischen Geschlechtsmarkierungen, und wir tun dies, ohne es zu merken. Daher ist das Ändern der Reihenfolge, in der sie genannt werden, eine gute Strategie für inklusive Kommunikation. Eine Definition für inklusive Sprache (geschlechtergerechte oder diskriminierungsfreie Sprache) zu finden, die auf unseren konkreten Fall – also geschlechtergerechte Sprache – passt, ist schwierig. Die Vereinten Nationen (o. J.) definieren sie als eine Art, sich mündlich und schriftlich auszudrücken, ohne ein bestimmtes Geschlecht, soziales Geschlecht oder eine Geschlechtsidentität zu diskriminieren und ohne Geschlechterstereotype zu reproduzieren. Da Sprache einer der zentralen Faktoren für kulturelle und soziale Einstellungen ist, stellt die Verwendung geschlechterinklusiver Sprache ein äußerst wichtiges Mittel dar, um Geschlechtergleichstellung zu fördern und geschlechtsspezifischen Vorurteilen entgegenzuwirken. Um eine Reihe nützlicher Strategien für inklusive Kommunikation festzulegen, unterteilen wir Sprache in drei Ebenen: schriftlich, mündlich und visuell. InklusiveSpracheauf grammatikalischer und lexikalischer Ebene Auf der Ebene der Schriftsprache finden wir zwei Unterebenen: die grammatikalische und die lexikalisch-semantische. In manchen Sprachen mehr als in anderen finden wir auf der grammatikalischen Ebene eine ausschließende und fälschlicherweise als generisch bezeichnete Verwendung des grammatikalischen Maskulinums, das als allgemeine Form genutzt wird. Wir werden einige Strategien vorstellen, um eine ausschließende Sprache auf grammatikalischer Ebene zu vermeiden: 13 Geschlechterperspektive, Diversität und Inklusion im Mentoring

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