Modulo4_KHEIRON_DE
S p i e l : „ F u n k t i o n i e r t d e i n M e n t o r i n g ? “ H i e r k l i c k e n , u m z u s p i e l e n Begleitende Erfolge und positive Veränderungen im Lebensumfeld des Mentees: In bildungs- oder arbeitsmarktorientierten Programmen sind zusätzliche Erfolge wie der Zugang zu Praktika, Arbeitsplätzen oder neuen Netzwerken wichtige Wirkungsindikatoren. Auch eine erweiterte soziale Vernetzung oder die Teilnahme an neuen Entwicklungsangeboten zählen dazu. Ebenso relevant sind Einstellungsänderungen, etwa mehr Zukunftsorientierung, größere Selbstständigkeit oder ein besserer Umgang mit Konflikten. Solche Veränderungen lassen sich durch offene Fragen oder qualitative Skalen in Reflexionsgesprächen erfassen und sollten als Wirkung dokumentiert werden. 03 Zusammenfassend zeigt sich eine erfolgreiche Mentoring- Beziehung in der Stärke der Beziehung, im Erreichen vereinbarter Ziele, in der Zufriedenheit der Beteiligten sowie in sichtbaren Verbesserungen im Leben des Mentees. Werden Vertrauen, offene Kommunikation, konstruktive Zielanpassungen und persönliches Wachstum beobachtet, lässt sich mit qualitativen und quantitativen Daten belegen, dass das Mentoring positive Wirkung entfaltet. Hinweis: Bereits zu Begin n eines Programms sollte festgelegt werden, welche Erfolgsindikatoren p riorisiert werden. Je nach Ausricht ung des Projekts variieren diese. In unternehmensnahen Programmen stehen häufig berufliche Ent wicklung oder organisationale Kennz ahlen im Vordergrund, während in sozialem Mentoring Bildungs-, em otionale oder inklusive Aspekte stärker gewichtet werden. Es i st nicht notwendig, eine Vielza hl von Faktoren zu erfassen. Ents cheidend ist, wenige zentrale Ind ikatoren auszuwählen und diese ko nsequent über den gesamten Prozes s hinweg zu beobachten. Instrumente zur Selbstevaluation für Mentor*innen Gute Mentor*innen reflektieren nicht nur den Fortschritt ihrer Mentees, sondern auch das eigene Handeln. Selbstevaluation ist ein zentrales Instrument, um das eigene Engagement zu hinterfragen, Stärken zu erkennen, Entwicklungsfelder zu identifizieren und zusätzlichen Unterstützungsbedarf wahrzunehmen. In diesem Abschnitt werden konkrete Instrumente vorgestellt, die Mentor*innen dabei unterstützen, ihre eigene Praxis zu reflektieren und sich im Prozess weiterzuentwickeln. Warum Selbstevaluation? Mentoring ist ein Lernprozess. Gerade ehrenamtliche Mentor*innen verfügen häufig nicht über eine formale Ausbildung und entwickeln ihre Kompetenzen im praktischen Tun. Selbstevaluation hilft dabei, das eigene Verhalten bewusster wahrzunehmen und zentrale Fähigkeiten wie aktives Zuhören, Empathie, Orientierung und Motivation gezielt zu verbessern. Wichtig ist: Selbstevaluation ist weder Prüfung noch Bewertung, sondern ein lernorientiertes Instrument. Sie unterstützt Mentor*innen dabei, ihren Stil anzupassen und reflektiert auf die Bedürfnisse der Mentees einzugehen. Wirkung messen und Mentoring nachhaltig gestalten
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