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Die Nachhaltigkeit eines Mentoring-Programms hängt nicht nur von den Koordinator*innen oder der Finanzierung ab, sondern auch von der Energie und dem Engagement der freiwilligen Mentor*innen. Wenn Mentor*innen Verantwortung für das Programm übernehmen – es pflegen, verbessern und bekannt machen –, entwickelt das Programm ein Eigenleben und wird widerstandsfähig. Vergleiche Mentor*innen, die sich nur mit ihren Mentees treffen und sich danach zurückziehen, mit solchen Mentor*innen, die sich in die Gemeinschaft integrieren, Feedback in Evaluationen gibt, andere ausbildet und auch nach Ende der Mentoring-Beziehung engagiert bleibt. Gerade diese Art von Freiwilligen sorgt dafür, dass ein Projekt über Jahre weiterbesteht, sich entwickelt und wächst. Das sollte unser Ziel sein. Abschließend sei erwähnt, dass die Bindungen zwischen Mentor*innen auch über das Programm hinaus wirken können. Die Stärkung des sozialen Gefüges ist ein indirekter Effekt: Durch die Zusammenarbeit in einem Netzwerk erweitern Mentor*innen ihr eigenes soziales und berufliches Netzwerk, es entstehen manchmal neue Initiativen, oder es formiert sich schlicht eine Gruppe von Menschen mit gemeinsamen Werten, die künftig weitere Projekte gemeinsam angehen kann. Dieses soziale Kapital ist wertvoll und Teil der Nachhaltigkeit der Gemeinschaft. 14 Change Two Lives – Partner*innen Mentoring Jugendlicher Dieses Video zeigt, wie Mentoring nicht nur das Leben der Mentees, sondern auch das der Mentor*innen verändert. Es unterstreicht die Idee von Gegenseitigkeit, geteilter Verantwortung und die Rolle, die jede*r Mentor*in bei der Stärkung und Weiterentwicklung des Netzwerks spielen kann: andere inspirieren, neue Freiwillige begleiten und den Unterstützungszyklus lebendig halten. H i e r k l i c k e n , u m z u s p i e l e n Mini-Quiz: „Lebendiges Netzwerk“
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