Modulo4_KHEIRON_DE

Beitrag zueinem nachhaltigen Mentoring-Netzwerk Individuelles Mentoring ist in der Regel in ein größeres Programm eingebettet, an dem viele weitere Mentor*innen, Mentees und Koordinator*innen beteiligt sind. Was können wir als ehrenamtliche Mentor*innen tun, um dieses Mentoring-Netzwerk bzw. diese Gemeinschaft langfristig zu stärken und aufrechtzuerhalten? In diesem Abschnitt werden Maßnahmen beleuchtet, die das Engagement der Mentor*innen im Programm erhöhen, den kollegialen Austausch fördern und dazu beitragen, eine starke Gemeinschaft aufzubauen, die die Kontinuität und Weiterentwicklung des Projekts sichert. Gefühl der Zugehörigkeit undGemeinschaft unter Mentor*innen Als Mentor*in kann ein Gefühl der Isolation aufkommen (nur man selbst mit dem*der Mentee), aber wenn wir Teil eines Programms sind, sollten wir uns bewusst machen, dass wir in ein Team von Freiwilligen eingebunden sind. Der Aufbau eines Netzwerks von Mentor*innen für deren Verbindung bringt viele Vorteile: Es ermöglicht den Austausch bewährter Praktiken, die kollektive Klärung von Fragen, gegenseitige Unterstützung in schwierigen Situationen und stärkt das Engagement. Einige Möglichkeiten, diese Gemeinschaft zu fördern, sind: Regelmäßige Mentor*innentreffen: Wenn das Programm keine solchen Treffen organisiert, können Mentor*innen selbst von Zeit zu Zeit Treffen vorschlagen (virtuell oder vor Ort). Diese können formell sein (z. B. Weiterbildungsveranstaltungen) oder informell (ein virtuelles Kaffeetreffen). In diesen Räumen werden Erfahrungen, Erfolge und Herausforderungen geteilt. Zu wissen, dass Mentor*innen ähnliche Probleme mit deren Mentees erlebt haben und wie es gelöst wurde, kann wertvolle Anregungen geben. Gleichzeitig entsteht ein Gefühl von „Wir sitzen alle im gleichen Boot“, wodurch die Motivation zur Fortführung des Mentorings verstärkt wird. Erfahrene Mentor*innen können neue Kolleg*innen begleiten und so die Kultur des Programms weitergeben. Ein kollaboratives Netzwerk engagierter Mentor*innen, das Wissen teilt, garantiert eine nachhaltigere und realistischere Wirkung auf die Gemeinschaft, so wie es die Koordinatorin für soziales Mentoring in Spanien empfiehlt. Online-Gruppen und Plattformen: Nutze digitale Werkzeuge, um Mentor*innen miteinander zu vernetzen, z. B. WhatsApp-/Telegram-Gruppen, Foren auf einer Plattform oder geschlossene Social-Media-Communities. Dort können schnell Fragen gestellt, Ressourcen geteilt werden (ein interessanter Artikel zum Mentoring, ein inspirierendes Video usw.) und Informationen über das Programm verbreitet werden. Findet ein*e Mentor*in beispielsweise eine nützliche Vorlage oder entwickelt eine besonders erfolgreiche Aktivität, kann dies in der Gruppe hochgeladen werden, damit andere davon profitieren. Dieser kontinuierliche Austausch trägt zur Qualität des Programms bei und stärkt die Mentor*innen als aktive Akteur*innen des kollektiven Wissens, nicht nur als passive Empfänger*innen von Anweisungen. 11 Wirkung messen und Mentoring nachhaltig gestalten

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQzMTQ4