Modulo3_KHEIRON_DE
Forschende aus verschiedenen Disziplinen (Soziologie, Bildungswissenschaften, Psychologie, Queer Studies usw.) haben den Ansatz der Intersektionalität erweitert, um Variablen wie soziale Klasse, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, Alter, Behinderung, Ethnie, Sprache, Religion usw. einzubeziehen. ZentraleDimensionender Intersektionalität Der Versuch, eine spezifische und abgeschlossene Klassifikation von Arten der Intersektionalität festzulegen, ist nahezu unmöglich, da sich ebenso viele Formen der Intersektionalität unterscheiden lassen, wie es unterschiedliche Merkmale bei Menschen gibt. Wir werden zwei Arten von Ungleichheit auswählen, die laut Oxfams Inequality Guide (2016) existieren: vertikale und horizontale Ungleichheiten. Der Begriff vertikal wird verwendet, um jene Ungleichheiten zu erklären, die mit Wirtschaft und Wohlstand zusammenhängen, da davon ausgegangen wird, dass Ungleichheiten zwischen denjenigen bestehen, die sich oben befinden, und denen, die unten stehen. Horizontale Ungleichheiten sind Ungleichheiten, die auf Identitätsmerkmalen beruhen, also auf der Zugehörigkeit zu der einen oder anderen Gruppe. Zu diesen Ungleichheiten zählen unter anderem Geschlecht, „Rasse“, Ethnie, Religion, sexuelle Orientierung oder Behinderung. Dimension Beispiel für Intersektion Geschlecht trans Frau im ländlichen Kontext Ethnie / ethnische Zugehörigkeit Person, die innerhalb des eigenen Landes in eine kulturell/sprachlich anders geprägte Region zieht Funktionale Fähigkeit Person mit geistiger Behinderung und in Armut Sexuelle Orientierung Lesbische Frauen in Slums Sozioökonomi sche Klasse Junge Menschen ohne Ressourcen in abgelegenen Gebieten Sexual orientation 02
Made with FlippingBook
RkJQdWJsaXNoZXIy MjQzMTQ4