Modulo2_KHEIRON_DE

GeeignetePraktiken fürOnline- Kommunikation Wirksame Online-Kommunikation ist im Mentoring entscheidend – es geht nicht nur darum, was du sagst, sondern wie du es sagst. Mit klarer, empathischer und kulturell sensibler Kommunikation können Mentor*innen Vertrauen aufbauen, Beziehungen stärken und Missverständnisse im digitalen Raum vermeiden. Online-Kommunikation umfasst Videogespräche, Chatnachrichten, E-Mails und gemeinsame digitale Plattformen. Damit sie gelingt, sollten Mentor*innen: Klar und präzise formulieren: einfache Sprache nutzen, Verständnis überprüfen und Erwartungen klären. Diese Kompetenzen entsprechen dem Digital Education Action Plan der EU, der Inklusion und Zugänglichkeit in der Online-Bildung betont, sowie dem UNESCO MIL Framework, das respektvollen Dialog und interkulturelle Kommunikation hervorhebt. Aktiv zuhören: Empathie zeigen, Pausen zulassen und Mentees ermutigen, sich mitzuteilen. Einen positiven, ermutigenden Ton pflegen: Einsatz loben, Bestärkung geben und geduldig bleiben. Digitale Etikette beachten: Mikrofon bei Bedarf stummschalten, passende Anrede verwenden und professionell bleiben. Kulturelle und generationelle Unterschiede berücksichtigen: verschiedene Kommunikationsstile verstehen und Tonfall, Tempo und Formalität anpassen. PraktischeBeispiele Ein*e Mentor*in beginnt jede Sitzung mit einem kurzen persönlichen Check-in, bevor es inhaltlich losgeht – das stärkt die Beziehung und schafft ein positives Klima. Nach den Treffen verschickt sie Zusammenfassungen und nächste Schritte, übersichtlich in Stichpunkten. Wenn Mentees informellen Slang oder Emojis nutzen, passen sich Mentor*innen an und überbrücken damit Generationsunterschiede, ohne Respekt oder Professionalität zu verlieren. Mentor*in und Mentee legen klare Kommunikationsregeln fest: Reaktionszeiten, geeignete Kanäle und Grenzen der Erreichbarkeit. Erfahrungsbericht aus demMentoring “Während unserer Online-Sitzungen versuche ich oft zu pausieren und zu fragen: „Was denkst du?“ Das ermutigt meine Mentees, sich einzubringen und gehört zu fühlen – besonders wenn sie aus verschiedenen Regionen kommen und manchmal mehr Zeit brauchen, um sich auszudrücken. Klare Erwartungen und bestärkendes Feedback führen dazu, dass auch zurückhaltende Schüler*innen selbstbewusster mitwirken.” George, 47, Studentischer Mentor, 3rd LaboratoryCenter of East Attica 12

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