Modulo1_KHEIRON_DE

Mentor*innen inMythologie, Geschichteund Literatur 02 Kurz gesagt: Generationsübergreifendes soziales Mentoring bedeutet, eine unterstützende Verbindung zwischen einer erfahrenen älteren Person und einem jungen Menschen, der*die lernen und wachsen möchte. Es zielt auf gemeinsames persönliches Wachstum und auf mehr soziale Teilhabe ab. Im Folgenden werden wir uns näher mit der Geschichte des Mentorings und den Besonderheiten des generationen- übergreifenden Mentorings in ländlichen Kontexten befassen. Ein frühes Beispiel für Mentoring findet sich in der griechischen Mythologie: Der Zentaur Chiron (span. Kheirón), weiser Lehrer vieler Helden, unterrichtete unter anderem den jungen Achilles. Chiron war bekannt für seine Weisheit und Tugend. Er unterrichtete zahlreiche junge Helden, darunter Jason, Asklepios und Herkules, in Musik, Medizin, Reiten, Jagd und Moral. Der Legende nach hatte die Göttin Thetis ihn mit der Ausbildung ihres Sohnes Achilles beauftragt. Unter Chiron’s Führung erlangten sie Wissen und Werte, die aus ihnen große Helden machten. Diese Art von Beziehungen macht den Wert generationenüberreifenden Lernens deutlich: eine ältere, erfahrene Person vermittelt Wissen, Werte und Lebenskompetenzen an die nächste Generation. Das berühmte Bild des weisen Zentauren, der den jungen Helden unterweist, symbolisiert die Verbindung von Erfahrung und Jugend in einem gemeinsamen Lernprozess. Auch die heutige Bezeichnung “Mentor*in” stammt aus der Antike: Im Werk Odyssee des griechischen Dichters Homer vertraut Odysseus seinem Freund Mentor die Erziehung seines Sohnes Telemach an, bevor er in den Trojanischen Krieg zieht. Später nimmt die Göttin Athene sogar die Gestalt von Mentor an, um Telemach auf seiner Reise zu beraten. Seitdem steht „Mentor“ für eine erfahrene, weise Person, die einen jüngeren Menschen anleitet und unterstützt. Der Mythos vonKheironund seineBedeutung imMentoring Miniquiz: “Mentoringoder keinMentoring?” H i e r k l i c k e n z u m S p i e l e n

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