Modulo1_KHEIRON_DE
MethodendesOnline-Mentorings Da die Mentor*innen in städtischen Gebieten und die Mentees in ländlichen Regionen leben, findet das Programm vollständig online statt. Dies gewährleistet die Umsetzbarkeit des Projekts, trotz geografischer Distanzen. Forschungen zum E-Mentoring zeigen, dass es im digitalen Raum ebenso effektiv sein kann, wie in persönliche Begegnungen, insbesondere in ländlichen Gebieten, wo Hindernisse wie Entfernungen, eingeschränkte Transportmöglichkeiten oder ein Mangel an Mentor*innen vor Ort bestehen. Im Folgenden werden die Bestandteile dieser virtuellen Methodik beschrieben: Sitzungen per Videokonferenz: Die Mentoring- Tandems (Mentor*in–Mentee) treffen sich regelmäßig über Videokonferenzplattformen wie Google Meet. Diese virtuellen Begegnungen von Angesicht zu Angesicht ermöglichen eine direkte Interaktion, die der Nähe eines persönlichen Treffens sehr nahekommt. Die Häufigkeit der Treffen (z. B. wöchentlich oder zweiwöchentlich) wird je nach Verfügbarkeit vereinbart, mit einer typischen Dauer von etwa einer Stunde pro Sitzung. Während dieser Treffen besprechen Mentor*in und Mentee festgelegte Themen (z. B. persönliche Ziele, schulische oder berufliche Orientierung, Problemlösung) und fördern dabei Vertrauen und eine persönliche Bindung, trotz der räumlichen Distanz. Die zeitliche und räumliche Flexibilität der Videokonferenzen erleichtert Kontinuität und Verlässlichkeit, ohne lange Wege auf sich nehmen zu müssen . Kontinuierliche Kommunikation über mobile App: Zusätzlich zu den geplanten Videokonferenzen wird die App Tellfy genutzt, um täglichen, sicheren und zentralisierten Kontakt zu ermöglichen. Tellfy ist speziell für Mentoring-Projekte entwickelt worden und erlaubt eine schnelle, private und effektive Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Über die App können Mentor*innen und Mentees Textnachrichten, Bilder und Dokumente austauschen oder Feedback-Fragebögen zu jeder Sitzung beantworten, wobei der vollständige Datenschutz gewährleistet ist. Die Anwendung stärkt zudem das Gemeinschaftsgefühl aller Teilnehmenden, da sie die Einrichtung verschiedener Gruppenräume ermöglicht, z. B. eine Gruppe für alle Mentor*innen zum Teilen von Erfahrungen oder einen allgemeinen Kanal für Ankündigungen des Programms. Auf diesem Weg bleibt das Mentoring zwar überwiegend eins-zu-eins, ist aber zugleich Teil eines größeren Netzwerks gegenseitiger Unterstützung. Strukturiertes Monitoring und Ressourcen: Das Programm stellt eine Leitlinie mit Lerninhalten und Aktivitäten bereit, die die Mentoring- Beziehung unterstützen. Thematische Module oder Einheiten (z. B. Lernstrategien, Berufsorientierung, digitale Kompetenzen) können von den Tandems schrittweise bearbeitet werden. Diese halbstrukturierte „Curriculum- Roadmap“ stellt sicher, dass zentrale Entwicklungsaspekte der Mentees abgedeckt werden und bietet begleitende Materialien (Lesetexte, Videos, Übungen) zur Vertiefung der Gespräche. Gleichzeitig bleibt genügend Flexibilität, damit Mentor*innen und Mentees auch frei Themen bearbeiten können, die sich aus ihren individuellen Bedürfnissen oder Interessen ergeben. Alle Ressourcen und Aufgaben können über die Online-Plattform geteilt werden (z. B. durch das Versenden von Dokumenten oder Links über Tellfy). Schulung und Begleitung der Mentor*innen: Bevor die Mentorings beginnen, erhalten die Mentor*innen aus städtischen Regionen eine gezielte Vorbereitungsschulung. Diese beinhaltet eine Sensibilisierung für die Lebensrealität im ländlichen Raum, in der sowohl auf die Herausforderungen (z. B. eingeschränkter Zugang zu Bildung, begrenzte Verkehrsanbindung, weniger Freizeitangebote) als auch auf die Potenziale (z. B. starke Gemeinschaft, Nähe zur Natur) aufmerksam gemacht wird. Ziel ist, dass die Mentor*innen den Kontext ihrer Mentees verstehen. Außerdem werden intergenerationelle und inklusive Perspektiven behandelt, um eine Kommunikation frei von Vorurteilen (sei es alters- oder ortsbezogen) zu fördern. Thematisiert werden darüber hinaus Strategien empathischer Kommunikation in virtuellen Räumen und der Aufbau von Vertrauen auf Distanz. Zusätzlich erfolgt eine technische Schulung zur sicheren Anwendung der digitalen Tools (Google Meet und Tellfy), damit sich alle Mentor*innen kompetent und sicher fühlen. Während des gesamten Programms steht ein technisches Support-Team zur Verfügung, das Mentor*innen und Mentees bei technischen oder methodischen Fragen begleitet. 14
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