Modulo4_KHEIRON_DE

Wirkungsbewertung: Die Ergebnisse des Atenea- Projekts von 2022 waren beeindruckend: 85% der jungen Menschen entschieden sich, ihre Ausbildung fortzusetzen, 95% hielten ihre akademische Motivation aufrecht oder steigerten sie dank ihres*ihrer Mentor*in, und 100% verbesserten ihre Lerntechniken bzw. Noten. Diese Zahlen stammen aus Umfragen und spezifischem pädagogischen Monitoring (Einschreibung in weiterführende Kurse, erzielte Noten). Darüber hinaus berichteten die beteiligten Sozialpädagog*innen von Verbesserungen in den übergreifenden Kompetenzen der Jugendlichen: Kommunikation, Durchhaltevermögen, Selbstwertgefühl und Autonomie. Die freiwilligen Mentor*innen gaben in qualitativen Bewertungen an, dass die Erfahrung sehr bereichernd war und sie ein besseres Verständnis für die Lebensrealitäten junger Menschen nach der Betreuung gewonnen haben, wodurch ihr gesellschaftliches Engagement gestärkt wurde. Nachhaltigkeit der Beziehung: Ein interessanter Aspekt bei Atenea ist, dass viele Mentor*innen auch nach dem Ende des Jahres den Kontakt zu den Jugendlichen aufrechterhalten: Sie fungieren beispielsweise weiterhin als informelle Vorbilder während des Studiums oder in den frühen Phasen ihrer beruflichen Laufbahn. Einige ehemalige Mentees haben sich später, nachdem sie selbst durch das Programm Fuß gefasst haben, freiwillig in der Organisation engagiert. Aufgrund des geringen Altersunterschiedes zu den Mentees nicht unbedingt als Mentor*innen, sondern indem sie Workshops für neue Teilnehmende unterstützen, wodurch letztlich ein hervorragender Kreislauf entsteht. Punt de Referència hat die bewährten Praktiken von Atenea systematisiert und teilt sie über die Koordination für Sozial-Mentoring, sodass andere Organisationen sie übernehmen können und die Wirkung auf nationaler Ebene verstärkt wird. Erkenntnisse: Atenea zeigt die Wirksamkeit von Mentoring, um komplexe soziale Probleme (Schulabbrüche, Ausgrenzung von Jugendlichen nach der Betreuung) mit messbaren Ergebnissen zu adressieren. Zudem verdeutlicht es die Bedeutung der Anpassung des Mentorings an den Kontext: Die Mentor*innen erhalten spezifische Schulungen zu Trauma und Resilienz, und das Programm integriert strukturierte akademische Unterstützung. Die Kombination von Mentoring und Bildung ist besonders effektiv. Schließlich unterstreicht es, dass Unterstützung nicht mit dem „Abschluss“ endet – Nachhaltigkeit liegt darin, die Jugendlichen weiter zu begleiten und ihnen Möglichkeiten zu geben, etwas zurückzugeben, sobald sie dazu in der Lage sind, wodurch das Gemeinschaftsnetzwerk gestärkt wird. 24

RkJQdWJsaXNoZXIy MjQzMTQ4