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Eine der zentralen Säulen des Programms ist das starke Netzwerk freiwilliger Mentor*innen: Erwachsene über 45 Jahre, die größtenteils über umfangreiche Lebens- und Berufserfahrung verfügen (Lehrkräfte, Fachkräfte im Gesundheitswesen, Beamte, Techniker*innen, Rentner*innen), fungieren als „Lebensmentor*innen“. Alle erhalten eine spezifische Ausbildung und durchlaufen einen strengen Auswahlprozess. Kontinuität und Engagement werden durch fortlaufende Schulungen, monatliche Reflexionsgruppen und technische Unterstützung durch das professionelle Team der Stiftung gestärkt. Die Struktur des Programms ermöglicht es, die Unterstützung so lange aufrechtzuerhalten, wie der*die Jugendliche sie benötigt. Die Beziehung wird schrittweise angepasst, um Autonomie zu fördern. Die Veröffentlichung von Jahresberichten sowie der enge Kontakt zu Bildungseinrichtungen und sozialen Diensten festigen die Nachhaltigkeit und die regionale Verankerung. Nachhaltigkeit Wirkungsbewertung IMPULSO verfügt über ein systematisches und gemischtes Monitoring-System. Nach jeder Sitzung füllen die Mentor*innen Formulare aus, die quantitative und qualitative Informationen erfassen; zudem werden am Ende jedes Zyklus Umfragen bei allen Beteiligten (Mentor*innen, Mentees und schulische Fachkräfte) durchgeführt. Das technische Team hält regelmäßige Treffen mit den Bildungseinrichtungen ab und erstellt individuelle Fortschrittsberichte für jeden Fall. Diese Mechanismen ermöglichen es, sowohl persönliche Fortschritte (z. B. in Selbstwertgefühl, Motivation, Bildungskontinuität) als auch notwendige Anpassungen in der Beziehung oder Methodik zu erkennen. Jährlich veröffentlicht die Fundación AYO einen Bericht über die Ergebnisse, der konsolidierte Daten, echte Erfahrungsberichte und zentrale Erkenntnisse enthält. H i e r k l i c k e n , u m z u g e h e n BESUCHE IHRE WEBSEITE Der Fall IMPULSO zeigt, dass die Nachhaltigkeit eines Mentoring-Programms nicht allein von finanziellen Ressourcen abhängt, sondern auch von einer gut gepflegten menschlichen Struktur: ein Netzwerk aktiver Mentor*innen, kontinuierliche fachliche Unterstützung, Koordination mit der lokalen Umgebung und ein Engagement für kontinuierliche Verbesserung. Er verdeutlicht zudem, dass soziales Mentoring tiefgreifend transformativ sein kann, wenn es auf echten Verbindungen und mittel- bis langfristigen Prozessen basiert. Ebenso zeigt er, wie ein flexibler Ansatz (Präsenz- und Online-Mentoring) den Zugang zu Jugendlichen aus sehr unterschiedlichen Lebenswelten erleichtert und deren Recht auf Unterstützung unabhängig vom Wohnort sicherstellt. Schließlich ist das System der ständigen Evaluation mit Datenfeedback entscheidend, um den gesellschaftlichen Wert des Programms und seine Relevanz für zukünftige Fördermittelgeber zu kommunizieren. Erkenntnisse / Lessons Learnt 20
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