Modulo4_KHEIRON_DE
Aufrechterhaltung des langfristigen Engagements vonMentor*innen Weiterentwicklung der Mentor*innenrolle: Langfristig kann sich die Rolle der Mentor*innen verändern. Nach einer gewissen Zeit kann man von der direkten Einzelbetreuung zu einer strategischeren Rolle wechseln (z. B. Lead-Mentor*in, Schulung neuer Mentor*innen). Dies belebt die Motivation der Freiwilligen, da sie neue Herausforderungen erhalten. Ein interessantes Modell sind „Senior- Mentor*innen“, die neue Mentor*innen betreuen, wodurch das Engagement aufrechterhalten wird, ohne dass die gleichen Aufgaben jedes Jahr wiederholt werden. Für Mentor*innen, die dies wünschen, können innerhalb des Freiwilligendienstes Entwicklungswege gestaltet werden. Aus Sicht des Programms erhöht es die Nachhaltigkeit, wenn Mentor*innen über einen Zyklus hinaus engagiert bleiben (weniger Aufwand bei der Rekrutierung und mehr angesammelte Erfahrung). Einige Strategien wurden bereits erwähnt (Aufbau einer Gemeinschaft, Anerkennung, erweiterte Rollen für erfahrene Mentor*innen). Hier sind weitere Ansätze: Flexibilität und Unterstützung zur Bindung: Ein*e Mentor*in kann über mehrere Jahre aktiv bleiben, wenn das Programm gut in ihr*sein Leben passt. Beispielsweise kann die Möglichkeit eines kurzen Pausierens zwischen Mentees angeboten werden (um Burnout zu vermeiden) oder ein Wechsel zu Gruppenmentoring oder einem anderen Format erleichtert werden, wenn ein geringerer Arbeitsaufwand nötig ist. Auch Online- oder hybride Mentoring-Optionen ermöglichen die Fortsetzung des Engagements, selbst bei einem Umzug. Das Programm sollte seine Mentor*innen als wertvolle Ressource behandeln, auf ihr Feedback hören und ihr Wohlbefinden berücksichtigen. Zufriedene Mentor*innen bleiben langfristig engagiert. Tradition und emotionale Bindung schaffen: Im Laufe der Zeit entwickeln erfolgreiche Programme eine Art Tradition oder besondere Atmosphäre, die erfahrene Mentor*innen schätzen. Rituale wie ein jährliches Mentor*innen-Retreat, ein inspirierender Slogan oder Motto sowie Erinnerungsstücke (T- Shirts, Gruppenfotos) fördern diese Bindung. Dies mag anekdotisch erscheinen, doch solche Symbole und Rituale stärken das Zugehörigkeitsgefühl und machen die wiederholte Teilnahme am Programm zu etwas Besonderem und emotional Bereicherndem. 17 Wirkung messen und Mentoring nachhaltig gestalten
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