Modulo4_KHEIRON_DE
DokumentationundNachverfolgungdes Prozesses Eine systematische Begleitung des Fortschritts der betreuten Person ist entscheidend, um die Mentoring-Beziehung an ihre Bedürfnisse anzupassen und die erzielte Wirkung sichtbar zu machen. Diese Begleitung umfasst das Sammeln von Daten und Eindrücken darüber, wie sich der*die Mentee im Laufe des Prozesses entwickelt, sowohl in „harten“ Aspekten (erreichte Ziele, Meilensteine) als auch in „weichen“ Aspekten (Zufriedenheit, Vertrauen, wahrgenommene Schwierigkeiten). Ebenso wichtig ist es, Kanäle zur Einholung von Feedback zu etablieren, also den*die Mentee dazu einzuladen, seine*ihre Meinung zur Mentoring-Beziehung zu äußern, was ihm*ihr gefällt und was er*sie sich anders wünschen würde. In diesem Abschnitt betrachten wir praktische Methoden, um Fortschritte zu dokumentieren und kontinuierliche Rückmeldungen zu erhalten. 07 Begleitungdes Fortschritts der Mentees und Einholungvon Feedback Eine bewährte Praxis ist es, jede Sitzung oder bedeutende Interaktionen mit dem*der Mentee zu dokumentieren. Das bedeutet nicht, lange Protokolle zu schreiben, sondern kurze Nachverfolgungsbögen oder ein kurzes Tagebuch zu führen, um den Überblick über das Geschehene zu behalten. Einige hilfreiche Instrumente sind: Mentoring-Sitzungsprotokoll: Ein Format in Papier- oder digitaler Form, in dem der*die Mentorin nach jedem Treffen folgendes festhält: Datum, Dauer, behandelte Themen, vereinbarte Ziele oder Aufgaben sowie Beobachtungen (Stimmung des Mentees, Haltung, auffällige Fortschritte oder Schwierigkeiten). Zusätzlich kann ein Feld für „Vereinbarungen für die nächste Sitzung“ enthalten sein. Das Festhalten von Zielen, Fortschritten und Feedback pro Sitzung hilft, Kontinuität zu wahren und den Gesprächsverlauf nicht aus den Augen zu verlieren. Wenn beispielsweise in Sitzung 3 vereinbart wurde, dass der*die Mentee seinen Lebenslauf aktualisiert, ist dies dokumentiert und kann in der nächsten Sitzung gezielt nachverfolgt werden. Solche Aufzeichnungen erleichtern zudem externe Evaluationen oder Supervisionstreffen, da konkrete Daten zur Verfügung stehen Liste von Zielen und Erfolgen: Ergänzend dazu ist es sinnvoll, ein separates Dokument zur Zielverfolgung des*der Mentee zu führen. Darin werden die wichtigsten Ziele festgehalten, die der*die Mentee erreichen möchte (zum Beispiel bessere Mathematiknoten, die Suche nach mehreren Stellenangeboten oder der Ausbau des sozialen Netzwerks), sowie deren aktueller Status: in Bearbeitung, erreicht, angepasst usw., gegebenenfalls mit Datumsangaben. Die Visualisierung der erreichten Ziele in einer Übersicht wirkt motivierend für Mentor*in und Mentee gleichermaßen und liefert klare Hinweise auf den Fortschritt („Schau, 4 von 5 Zielen erreicht!“). Gleichzeitig wird sichtbar, falls ein Ziel nicht vorankommt, sodass eine gemeinsame Reflexion über mögliche Hindernisse möglich wird. Diese Zielliste kann Teil der „Anfangsvereinbarung“ zwischen Mentor*in und Mentee sein und anschließend als lebendiges Instrument zur Nachverfolgung genutzt werden. Wirkung messen und Mentoring nachhaltig gestalten
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