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WIRKUNGDES MENTORINGS AUF INKLUSION UNDVIELFALT Inklusives Mentoring erweist sich als ein entscheidender Motor für die Transformation von Organisationen und Gemeinschaften. Wenn ein*e Mentor*in Zeit und Aufmerksamkeit einer auszubildenden Person aus einer unterrepräsentierten Gruppe widmet, wird nicht nur fachliches Wissen weitergegeben, sondern es öffnen sich auch Räume, die zuvor verschlossenen schienen. Diese Begleitung hilft dabei, Wege zu finden, institutionelle und kulturelle Barrieren zu überwinden, und ermöglicht Menschen unterschiedlicher Geschlechter, ethnischer Hintergründe, sozioökonomischer Lagen oder Fähigkeiten den Zugang zu Bildungs- und Berufschancen, die ihnen sonst verwehrt blieben. Indem sie sich gehört und wertgeschätzt fühlen, stärken diese Lernenden ihr Selbstvertrauen, integrieren sich leichter in ihre Teams und bringen Perspektiven ein, die Entscheidungsprozesse bereichern. Verbesserungdes Zugangs undder Teilhabe In vielen Organisationen werden Auswahlprozesse oder die Bekanntmachung von Fortbildungsprogrammen häufig ohne die Berücksichtigung der spezifischen Herausforderungen von Menschen aus unterrepräsentierten Gruppen gestaltet. Eine Frau in einem traditionell männlich dominierten Bereich, eine junge Person aus einer ethnischen Minderheit oder eine Person mit einer Behinderung stößt nicht nur auf formale Hürden, sondern auch auf implizite Vorurteile, die deren Fortschritt behindern. Genau hier zeigt inklusives Mentoring seinen Wert: Immer mit den individuellen Lebensumständen der Mentees im Blick, begleiten die Mentor*innen sie beispielsweise durch interne Regelungen, unterstützen sie beim Verfassen von Bewerbungsunterlagen und helfen bei Anträgen auf Nachteilsausgleich, Stipendien oder Gleichstellungsmaßnahmen. Über die Erleichterung des Zugangs zu Stipendien und beruflichen Möglichkeiten hinaus stärkt diese Unterstützung das Zugehörigkeitsgefühl. Wenn die lernende Person spürt, dass seine*ihre Mentor*in deren Identität anerkennt – einschließlich ihrer geschlechtsspezifischen Sozialisation und der kulturellen Prägungen, die sie geformt haben –, versteht sie, dass ihre Stimme zählt. Diese Anerkennung trägt dazu bei, das Gefühl des „Nicht-Dazugehörens“ abzubauen, und fördert stattdessen die Motivation, sich aktiv an Besprechungen, Projekten und internen Netzwerken zu beteiligen, wodurch die Vielfalt der Perspektiven bereichert wird. 23 Geschlechterperspektive, Diversität und Inklusion im Mentoring
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