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In der Geschichte begegnen uns immer wieder Personen, die als Mentoren fungierten. Der Philosoph Sokrates beispielsweise der Mentor von Platon, der wiederum der Mentor von Aristoteles gewesen ist. Aristoteles war schließlich der Mentor von Alexander dem Großen. Diese Ketten der Weitergabe von Wissen zeigen, wie Erfahrungen und Ideen von einer Generation weiterentwickelt werden können. Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit setzte sich diese Tradition im Handwerk fort – in der Beziehung zwischen Meister und Lehrling, die garantierte, dass handwerkliche Fähigkeiten und Werte über Generationen weitergegeben werden und so erhalten bleiben. In der Literatur und Popkultur der Gegenwart ist die Figur des Mentors ein wiederkehrendes Motiv: Merlin als Ratgeber des jungen Königs Artus, Gandalf für Frodo in Der Herr der Ringe, Dumbledore für Harry Potter oder Yoda für Luke Skywalker. Diese Geschichten erinnern uns daran, dass hinter jedem Helden eine erfahrene Person steht, die Orientierung, Unterstützung und Inspiration bietet. All diese Beispiele – von der Antike bis zur Gegenwart – zeigen: Für Entwicklungsprozesse ist Mentoring eine fundamentale menschliche Beziehung. Jüngere suchen schon seit Jahrhunderten Orientierung bei Älteren, während es eben diese als erfüllend und sinnstiftend empfinden, ihr Wissen und ihre Lebenserfahrung weiterzugeben. Gehirnfutter: Überlege dir eine Geschichte (mythologisch, historisch oder aktuell), in der eine Mentoring-Beziehung zwischen zwei Generationen vorkommt. Welche Werte oder Fähigkeiten werden in dieser Beziehung vermittelt? Welche Eigenschaften zeichnen den*die Mentor*in in diesem Fall aus? 04 Quiz: “Legendäre Mentoren” H i e r k l i c k e n z u m S p i e l e n
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